Schwarzenberg/Erzgebirge, 13.12.25

Letzte Woche fand in Schwarzenberg eine Demonstration statt, welche mit massiven Repressionen überzogen wurde.
Die Demo musste in einem wandernden Kessel laufen, während Faschos sich dieser ungestört nähern durften. Dabei kam es zu Pöbeleien und Böllerwürfen.
Mehrmals wurde die Demo unter fadenscheinigen Motiven von den Bullen angehalten und angegriffen. Es gab mehrere verletzte Personen.
Offensichtlich sollte hier ein Exempel statuiert und die Kriminalisierung antifaschistischen Engagements vorangetrieben werden.


Diese Eskalation war genauso unnötig wie erwartbar.
Die “Freien Sachsen” machten schon seit Wochen gegen die Demo mobil und sprachen von einem “Hassmarsch” – ein Narrativ, das bei der Stadtöffentlichkeit sowie der Polizei offensichtlich verfangen hat.
Zu guter Letzt dürften die Cops auch wegen des Titels – “Die Staatsmacht in die Schranken weisen” – extrem motiviert gewesen sein, mal so richtig zu zeigen, wer hier das sagen hat.
Oder wie der Einsatzleiter vor Ort sagte: “Wir können hier machen, was wir wollen; wir haben das Gewaltmonopol und nicht sie!”



Und so taten die Bullen dann auch, was sie wollten:
Neue Auflagen wurden spontan erfunden, auf Menschen eingeprügelt, mehrfach in die Demo gestürmt, Unschuldige festgenommen (und mit einem Klapps auf die Schulter – “sorry!” – wieder gehen gelassen) und Menschen brutal aus der Menge gezerrt.
Die Bullen taten damit alles dafür, genau das Bild zu abzugeben, welches vorher von den Freien Sachsen gezeichnet worden war: Hier die um ihren Weihnachtsmarkt und ihre Bergparade besorgte Stadtgesellschaft und dort die bösen Antifaschist*innen.




Das Anliegen der Demonstration geriet damit völlig in den Hintergrund – auch dies sicherlich mehr als nur ein willkommener Nebeneffekt, sondern ganz offenbar teil der Einsatztaktik.
Die rund 350 Antifaschist*innen haben sich dennoch nie einschüchtern lassen – weder von dem martialischen Auftreten der Polizei, noch von den Angriffen der Faschos.
Stattdessen hat die Demo einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, zusammenzustehn und solidarisch miteinander zu sein – gerade an Orten wie Schwarzenberg.



Es braucht antifaschistischen Widerstand, es braucht solidarische Orte wie das Hausprojekt in Schwarzenberg.
Die Lehre des diesjährigen 13.12. kann nur diese sein:
Wir kommen wieder!





